Erlebnispädagogik Ausbildung

Beschreibung / Ziele der Ausbildung

Seminarprogramm: Erlebnispädagogik Ausbildung Wir bieten eine grundlegende und fundierte Ausbildung im Bereich Erlebnispädagogik. Unsere Ausbildung befähigt zur zielgruppenorientierten und pädagogisch zielgerichteten Konzipierung, Durchführung und Auswertung erlebnispädagogischer Einheiten und Programme. Um den vielfältigen Ansprüchen, beruflichen und ehrenamtlichen Einsatzgebieten und Umsetzungsbedürfnissen der Teilnehmenden an der Ausbildung gerecht zu werden gliedern wir unser Ausbildungsangebot in zwei Zertifizierungsstufen.

Erste Zertifizierungsstufe: Erlebnisguide (MBS)
Die Ausbildung zum Erlebnisguide (MBS) richtet sich an Mitarbeitende in pädagogischen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen sowie an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende aus (Kirchen-)Gemeinden, Verbänden und freien Werken. Sie befähigt die Ausbildungsteilnehmenden zum gezielten Einsatz von erlebnispädagogischen Elementen, unter anderem im Kontext ihrer eigenen beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit. In der Ausbildung werden die Aspekte Zielgruppe, Zielsetzung, Sicherheit (physisch, psychisch, emotional), Gruppenpädagogik und methodischer Aufbau von Programmen behandelt. Die Teilnehmenden trainieren die gezielte Auswahl und Anordnung von Aktionen in der Planung, die Durchführung und die Auswertung der Aktionen mit den Teilnehmenden vor allem im Kontext von langzeitpädagogischen Settings.

Zweite Zertifizierungsstufe: Erlebnispädagogin/Erlebnispädagoge (MBS)
Die Ausbildung zum Erlebnispädagogen (MBS) richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende in pädagogischen Einrichtungen, (Kirchen-) Gemeinden, freien Werken und Verbänden, die …
• … aufbauend auf den Erlebnisguide (MBS) ihre Kenntnisse in Erlebnispädagogik vertiefen möchten und/oder
• … über ihre eigene berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit hinaus als Dienstleister für Dritte (Teams, Gruppen oder Einzelpersonen) aktiv werden wollen.

Sie befähigt die Ausbildungsteilnehmenden zur zielgruppengerechten, pädagogisch zielorientierten und nachhaltigen
• Konzeption (Programmentwicklung unter pädagogischen, technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten),
• Durchführung (Anleitung und Reflexion von Einzelaktionen und Gesamtprozessen unter Berücksichtigung von Transparenz und Partizipation für die Teilnehmenden, situationsbezogene Anpassung und Umgestaltung des Programms) und
• Evaluation (Auswertung, Ergebnissicherung) und zum Transfer (Übertragung in den Alltag) erlebnispädagogischer Programme für Teams, Gruppen und Einzelpersonen.

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Aufbau der Ausbildung

Erlebnisguide (MBS)

Grafik 1

Die Ausbildung zum Erlebnisguide MBS umfasst 11 Ausbildungstage. In zwei Grundlagenmodulen (jeweils 3 Tage) wird der Phasenverlauf erlebnispädagogischen Arbeitens anhand vielfältiger Aktionen erlebt und die eigene Rolle als Anleitender erlebnispädagogischer Aktionen erprobt. Dabei werden theoretische Hintergründe zur Gruppenpädagogik, zur Auswahl und Gestaltung von Aktionen und die Aspekte der Sicherheit unmittelbar auf die Praxis bezogen. In einem Wahlmodul vertiefen die Teilnehmenden ihre Kompetenz entsprechend der eigenen Interessen. Das Seminar Erste-Hilfe-Outdoor beinhaltet einen normalen Erste-Hilfe-Kurs. Darüber hinaus werden unter anderem die Themen Risiko-, Notfall- und Krisenmanagement behandelt. Außerdem liegt der Fokus darauf in Erste-Hilfe-Situationen nicht nur eine einzelne verletzte Person, sondern eine ganze Gruppe zu betreuen. Für die Zertifizierung zum Erlebnisguide MBS planen die Teilnehmenden eine erlebnispädagogische Aktion , führen diese durch und stellen Ihre Erfahrung in der Ausbildungsgruppe vor. Darüber hinaus formulieren die Teilnehmenden ihr Verständnis von Erlebnispädagogik und besprechen dieses in einem Fachgespräch . Des weiteren führen die Teilnehmenden ein Portfolio welches ihre Ausbildungsfortschritte festhält. Die Ausbildung zum Erlebnisguide MBS muss innerhalb von 3 Jahren abgeschlossen werden. Wir empfehlen eine Ausbildungsdauer von 1,5 Jahren.

Erlebnispädagoge MBS

Grafik 2

Aufbauend auf die erste Zertifizierungsstufe werden in der Ausbildung zum Erlebnispädagogen MBS in zwei Aufbaumodulen die grundlegenden Inhalte vertieft. Dies beinhaltete unter anderem die geschichtliche Entwicklung der Erlebnispädagogik, lerntheoretische Grundlagen, partizipative Programmgestaltung und Reflexionsarbeit. In der Zeit zwischen den Aufbaumodulen führen die Ausbildungsteilnehmenden ein zweitägiges Praxisprojekt durch, welches im zweiten Aufbaumodul präsentiert wird . In weiteren sechs Ausbildungstagen vertiefen und spezialisieren die Teilnehmenden ihre Kompetenzen in unterschiedlichen Wahlmodulen. An einem Prüfungstag legen die Teilnehmenden der Ausbildung eine praktische Prüfung ab und führen ein Reflexions- und Feedbackgespräch mit der Ausbildungsleitung. Weiterer Bestandteil der Prüfung ist die Abgabe eines Ausbildungsportfolios in dem die eigene Auseinandersetzung mit der Erlebnispädagogik und die persönliche Lerngeschichte während der Ausbildungszeit dokumentiert und reflektiert wird. Außerdem müssen die Auszubildenden eine mindestens dreitägige Hospitation in einem erlebnispädagogischen Setting zur Zertifizierung vorweisen.

Die Ausbildung zum Erlebnispädagogen muss innerhalb von 5 Jahren (Beginn 1. Modul Erlebnisguide bis Zertifizierung) abgeschlossen sein. Wir empfehlen die Ausbildung innerhalb von 2,5 Jahren abzuschließen.

Die Ausbildung zum Erlebnispädagogen MBS entspricht einer Ausbildung nach den Qualitätskriterien des Bundesverbandes Individual- und Erlebnispädagogik (be).

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Zielgruppe und Zugangsvoraussetzungen

Seminarprogramm: Erlebnispädagogik Ausbildung Beide Zertifizierungsstufen der Ausbildung sind so konzipiert, dass sie sowohl für ehrenamtliche Mitarbeiter in Vereinen, Kommunen und (Kirchen-) Gemeinden, als auch für Menschen, die beruflich in pädagogischen Einrichtungen tätig sind, geeignet sind.

Zugangsvoraussetzung sind:
• die Befähigung und Bereitschaft zum Lernen,
• die Bereitschaft sich selbst auf Erfahrungen mit Aktionen und auf einem erlebnispädagogischen Prozesse einzulassen
• physische und psychische Belastbarkeit
• Grundkenntnisse im Bereich der Gruppenpädagogik
• haupt- oder ehrenamtliche Praxiserfahrungen im pädagogischen Arbeitsfeld. Wünschenswert ist eine aktuelle regelmäßige Tätigkeit in einem solchen Bereich.

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Inhalte der Ausbildung

Seminarprogramm: Erlebnispädagogik Ausbildung Grundlagenmodule (Erlebnisguide MBS)
In diesen Modulen werden durch reflektierte Selbsterfahrung, theoretische Grundlegung und erste eigenständige Anwendung die Basis für ein professionelles Arbeiten mit erlebnispädagogischen Methoden gelegt.

Aufbaumodule (Erlebnispädagoge MBS)
In diesen Modulen werden die theoretischen Grundlagen für erlebnispädagogisches Arbeiten vervollständigt, in Bezug zur eigenen Funktion als erlebnispädagogisch Anleitende gestellt und praktisch erprobt.

Erste-Hilfe Outdoor (Pflichtmodul)
Ein zweitägiger Erste-Hilfe Kurs in Kooperation mit dem DRK, der den besonderen Anforderungen bei Unfällen mit Gruppen in der freien Natur und den spezifischen Risiken erlebnispädagogischer Maßnahmen Rechnung trägt. Hier werden auch die Grundlagen und Methoden des Risiko-, Notfall- und Krisenmanagements thematisiert.
Die Teilnahme an diesem Modul darf zum Zeitpunkt der Zertifizierung nicht länger als 24 Monate her sein.

Wahlmodule
Folgende Wahlmodule sind aktuell im Angebot:

Mobile Seilaufbauten: Niedrigseil (2 Tage)
In diesem Seminar werden die grundlegenden Techniken von Niedrigseilaufbauten erlernt. Des Weiteren geht es um die zielgerichtete Anwendung von Niedrigseilelementen in der erlebnispädagogischen Praxis.

Erlebnispädagogik & Spiritualität (3 Tage)
In diesem Seminar geht es darum die spirituelle Dimension des Lebens in die Praxis der Erlebnispädagogik einzubeziehen, also Aktion und Reflexion so zu gestalten, dass weltanschaulich-spirituelle Schlüsselfragen gestellt und ohne manipulative Eingriffe angedacht werden können.

Teamentwicklung (2Tage)
In diesem Seminar geht es um die zielgerichtete Anwendung erlebnispädagogischer Methodik, zur Entwicklung von Teams im Kontext von Unternehmen und Nonprofit-Organisationen.

Outdoor (2 Tage)
Im Wahlmodul „Outdoor“ lernen die Teilnehmenden das Leben in und vor allem mit der Natur kennen und erarbeiten Umsetzungsmöglichkeiten in die pädagogische Praxis. Das Seminar ist kein „Survival-Training“ sondern vermittelt grundlegende Techniken und Kenntnisse um mit Gruppen erlebnispädagogische Programm (-elemente) zum „Leben in und mit der Natur“ zu gestalten.

Citybound (2Tage)
Citybound ist Erlebnispädagogik in der Großstadt. In diesem Seminar geht es sowohl um die persönliche praktische Erfahrung, wie auch um die fachliche Reflexion des Anliegens, den pädagogisch ungenutzten Raum „Stadt“ für die Erlebnispädagogik zu entdecken.
Dabei beschäftigen wir uns sowohl mit der geschichtlichen Entwicklung, wie auch mit den besonderen Erfordernissen eines solchen Ansatzes. Fragen der Sicherheit, Aufsichtspflicht, rechtliche Rahmenbedingungen (Ordnungsamt) werden selbstverständlich aufgenommen und bearbeitet.

Erlebnispädagogik in der Individualpädagogik (2 Tage)
Im Wahlmodul „Erlebnispädagogik in der Individualpädagogik“ lernen die Teilnehmenden erlebnispädagogische Elemente in Einzelsettings anzuwenden. Sie beschäftigen sich mit den besonderen Anforderungen an den Anleitenden und mit der Abgrenzung zur Erlebnistherapie.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Modulen finden Sie untenstehend als Download.

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Kosten

Seminarprogramm: Erlebnispädagogik Ausbildung Die Kosten der einzelnen Module unterscheiden sich nach Dauer, Materialaufwand, Trainerbedarf und Inhalten der jeweiligen Einheiten. Grundsätzlich möchten wir auch hier darauf achten, dass durch die Kurskosten keine Exklusivität erzeugt wird. Die aktuellen Preise sind den Informationen zu den einzelnen Kursen/Modulen bei der Anmeldung zu entnehmen.
Alle Module die am MBS stattfinden sind ohne Unterkunft und Verpflegung.
Die Module die im Abenteuerdorf Wittgenstein stattfinden und die Wahlmodule Citybound und Outdoor sind inklusive Vollpension.


Rechenbeispiel:
Ausbildungskosten
Erlebnisguide
6 Tage in Grundlagenmodulen 490,00 €
1 Wahlmodul bspw. Teamentwicklung 215,00 €
Erste-Hilfe Outdoor 280,00 €
Gesamtkosten: 980,00 €


Erlebnispädagoge
Ausbildung Erlebnisguide 980,00 €
6 Tage in Aufbaumodulen 720,00 €
6 Tage in Wahlmodulen 900,00 €
Gesamtkosten: 2600,00 €

Kosten Zertifizierung:
Erlebnisguide MBS 100,00 €
Erlebnispädagoge MBS 250,00 €

Für alle Buchungen gelten unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen welche im Downloadbereich eingesehen werden können. Bei einzelnen Modulen weichen die Rücktrittbedingungen ab, dies wird bei diesen Modulen explizit vermerkt.

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Leitung & Mitarbeitende

Claudia Althaus (Leitung)
Claudia AlthausClaudia Althaus ist Erzieherin & Gemeindepädagogin (MBS), Erlebnispädagogin (MBS) sowie Ausbilder/Trainer im Verband für das deutsche Hundewesen (VDH). Außerdem absovierte sie im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeit beim DRK Siegen-Wittgenstein eine Ausbildung zur Rettungshelferin und ist "Erste-Hilfe" Ausbilderin.

Gregor Rehm (Leitung)
Gregor Rehm... ist zertifizierter Erlebnispädagoge (PEP-GFE), Outdoortrainer und systemischer Supervisor (DGSv) und Coach (DGfC) i.A. Mit langjähriger Erfahrung begleitet er Teams- und Einzelpersonen aus Profit- und Nonprofit-Unternehmen, Vereinen und Gemeinden. Haupttätigkeitsfelder sind dabei Teamentwicklung und Kommunikationstrainings. Als Theologe (MTh-UNISA), Gemeindepädagoge (MBS) und Erzieher verfügt er außerdem über umfangreiche Leitungserfahrung in der Jugendhilfe (stationär, Förder- und Freizeitpädagogik), der gemeindlichen Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen, sowie der kirchlichen Bildungsarbeit. Am MBS ist er freiberuflich als Leiter der fachpraktischen Ausbildung im Seminarprogramm Erlebnispädagogik und für Trafo tätig.

Klaus Aderhold
Klaus AderholdÜbungsleiter Breitensport, Kanu, Klettern, Zusatzqualifikation Lamatrekking

Sabine Lang
Sabine Lang... ist Diplompädagogin mit den Schwerpunkten Erwachsenenbildung und Sozialpädagogik. Seit 2002 ist sie als Dozentin am MBS. Vorher war sie als synodale Jugendreferentin für den Ev. Kirchenkreis Wi... › mehr

Katharina Lutz
Katharina LutzKatharina Lutz hat erste Erfahrungen in der Jugendarbeit sowohl in einer lebendigen Landeskirche, als auch im Bezirksjugendwerk gesammelt. Nach einem Studium in der Ernährungswissenschaft machte sie ... › mehr

Maike Schröder
Maike SchröderProjektleiterin für Erlebnispädagogik und Abenteuersport, Zusatzqualifikation Lamatrekking

Bärbel Wörster
Bärbel WörsterBärbel Wörster ist Rettungsassistentin und Ausbilderin für Erste-Hilfe. Außerdem ist Sie Mutter von 3 Kindern und war 10 Jahre Beauftragte für Mutter-Kind Kreise im Bund der Freien Evangelischen ... › mehr

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Ausbildungsorte und Unterbringung

Seminarprogramm: Erlebnispädagogik Ausbildung Aktuell finden die meisten Kurse entweder in den Räumen des MBS und Umgebung oder im Abenteuerdorf Wittgenstein statt. Bitte achten Sie jeweils auf die Ausschreibung.
Ein Schwerpunkt unserer Ausbildung liegt im gruppenpädagogischen Bereich. Deshalb ist es neben einer Mindestteilnehmerzahl für manche Module sinnvoll, dass wir gemeinsam untergebracht sind. So können wir mit der Gruppendynamik die wir selbst erzeugen arbeiten, daran wachsen und daraus lernen. Dabei handelt es sich in der Regel um Übernachtungen mit Vollpension, in schlichten 4- oder 6-Bett – Zimmern oder im Matratzenlager.

MBS Akademie, Schwanallee 57, 35037 Marburg;
www.mbs-akademie.de

Abenteuerdorf Wittgenstein, Am Wernsbach 1, 57319 Bad Berleburg
www.abenteuerdorf.info

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Unser Verständnis von Erlebnispädagogik und unsere Arbeitsweise

Seminarprogramm: Erlebnispädagogik Ausbildung Uns ist zunächst wichtig, dass Erlebnispädagogik nicht mit Abenteuersport oder Survival gleichgesetzt werden kann. Es ist nicht das Ziel Erlebnisse zu machen, sondern es geht darum Erlebnisse zu nutzen um Räume für Veränderungsprozesse zu öffnen. Diese Veränderungsprozesse können sowohl die Einzelpersonen, als auch die Gruppe betreffen. Erlebnispädagogische Programme sind keine Aneinanderreihung von abenteuersportlichen Aktionen, sondern komplexe Gebilde aus Aktion, Reflexion (darüber sprechen) und Transfer (Übertragung in den Alltag). Diese Aspekte finden sich auch in der Informationsbroschüre des Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik (be) zum Thema „Erlebnispädagogik mit Qualität“. Darüber hinaus wird Erlebnispädagogik darin folgendermaßen beschrieben:
• Erlebnispädagogische Programme sind Angebote für Gruppen.
• Die Situationen mit ihren Aufgaben und Aktionen sind inszeniert, nicht alltäglich und doch real (greifbar, im Gegensatz zu Computerspielen, wirklich).
• Es gibt keine fertigen Lösungen oder klare Lösungswege für die gestellten Aufgaben.
• Die Kinder und Jugendlichen müssen aktiv werden. Gelernt wird durch das eigene Handeln.
• Erlebnispädagogik arbeitet ganzheitlich. Gelernt wird immer mit Kopf, Herz und Hand.
• Erlebnispädagogische Programme sind durchweg pädagogisch begleitet und betreut.
• Es gibt Herausforderungen und Grenzerfahrungen für die Gruppe und für den Einzelnen in einem geschützten Rahmen.
• Die Programme werden anhand der Bedürfnisse und Ziele der Teilnehmenden und der Gruppe ausgerichtet. Sie sind individuell zusammengestellt.
• Die Programme haben eine Dramaturgie. Jede Aktion dient der Erreichung zuvor gesetzter Ziele.
• Das Bewusstmachen des Erlebten (Reflexion) und die Übertragung in den Alltag (Transfer) bilden die wichtigste Grundlage, um die Erlebnisse zu verarbeiten und später in Erfahrungen umzuwandeln.
Diese grundlegenden Aussagen zu Erlebnispädagogik sind uns in unserer Arbeit wichtig. Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk auf erlebnispädagogische Programme, die mit geringem Organisations- und überschaubarem Materialaufwand durchgeführt werden können. Mit der Zertifizierungsstufe „Erlebnisguide (MBS)“ liegt ein weiterer unserer Schwerpunkte auf der Erlebnispädagogik in langzeitpädagogischen Settings (z.B. eigene Wohngruppe, eigene Jungschar). Außerdem bietet diese Zwischenstufe eine tolle Chance für all diejenigen, die Erlebnispädagogik nicht als Schwerpunkt ihrer Tätigkeit, sondern lediglich innerhalb ihrer aktuellen Tätigkeit oder im Ehrenamt einsetzen wollen. Innerhalb der gesamten Ausbildung zum Erlebnispädagogen (MBS) können sich die Ausbildungsteilnehmenden entsprechend ihren Begabungen und Bedürfnissen in unterschiedlichen Wahlmodulen spezialisieren.

Als Prozessbegleiter, Räume-Öffner und Ermöglicher nehmen wir die Teilnehmenden eines erlebnispädagogischen Programmes in ihrer Individualität und in ihren Kontexten (Systemen) wahr. Wir sind uns dessen bewusst, dass wir weder Wissen „vermitteln“ noch Veränderungen „machen“ können. Deshalb wollen wir mit unterschiedlichen Aktionen und Methoden Räume für Erfahrungen und damit Chancen für Veränderungsprozesse öffnen. Wir begleiten die Gruppen und Einzelpersonen in ihren jeweiligen Prozessen und greifen auf, was sie bewegt. Geprägt vom christlich-humanistischen Menschenbild betonen wir den Wert des einzelnen Menschen und setzen auf christliche Werte wie Nächstenliebe und Achtung vor der Schöpfung. Es ist uns wichtig auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren und in unserer Arbeit auf ökologische Aspekte und Nachhaltigkeit zu achten.

All diese Grundgedanken sind uns nicht nur in der Arbeit mit Gruppen, sondern auch in der Ausbildung wichtig: eigene Aktivität, zielgerichtetes Handeln, Prozessbegleitung, Berücksichtigung systemischer Erkenntnisse, Wertschätzung des Einzelnen etc. Es ist uns wichtig, dass wir als Erlebnispädagogen in der Ausbildung und danach stetig unser Repertoire an Methoden erweitern und neues Wissen erwerben. Als zentraler Einflussfaktor auf die Prozesse während erlebnispädagogischer Programme wollen wir uns selbst mit unseren Stärken und Schwächen immer besser kennen lernen und immer mehr eine Haltung der Wertschätzung, Neugier, Allparteilichkeit, Freude etc. entwickeln

Für eine gute erlebnispädagogische Arbeit sind uns Kooperationen wichtig. Auf diesem Hintergrund engagieren wir uns unter anderem im Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. (be). Wir sind der Meinung, dass wir in den unterschiedlichen Bereichen der Erlebnispädagogik von den Erfahrungen anderer Anbieter und Einrichtungen profitieren können und geben an dieser Stelle unser Wissen und unsere Erfahrungen weiter. Außerdem setzen wir uns mit unserem Engagement im Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. (be) für eine stärkere Professionalisierung der Erlebnispädagogen und für das Entwickeln von Qualitätsstandards ein.

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Info & Arbeitsmaterial

DatumBezeichnungDownload
04.06.18Allgemeine Geschäftsbedingungen MBS ErlebnispädagogikDatei anzeigen 0.3 MB
11.02.18Termine und Preise 2018Datei anzeigen 0.1 MB
21.12.17Ausbildungskonzept ErlebnispädagogikDatei anzeigen 1.9 MB
14.10.16Termine 2017-2018Datei anzeigen 0.4 MB
14.06.16Konzept Expedition-Vision-Anleiterrolle (EVA)Datei anzeigen 1.5 MB
19.02.16MBS Erlebnispädagogik FlyerDatei anzeigen 3.1 MB
13.01.16Qualitätsgrundlagen Ausbildung Erlebnispädagogik (be)Datei anzeigen 0.4 MB
26.09.12Erlebnispädagogische Ansätze kurz erklärt - Leseprobe Lang/ Rehm "Erleben Denken Lernen"Datei anzeigen 0.7 MB
10.03.11Geschichte der Erlebnispädagogik - Leseprobe Rehm/Lang "Erleben Denken Lernen"Datei anzeigen 0.8 MB
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Termine & Anmeldung

DatumSeminarLeitungTage 
14.09.18Erlebnispädagogik Ausbildung:
Erlebnispädagogik: Wahlmodul Citybound
Gregor Rehm & Team
27.09.18Erlebnispädagogik Ausbildung:
Erlebnispädagogik Grundlagen 3 / Aufbaumodul 1 Thema Reflexion
Claudia Althaus & Gregor Rehm
16.11.18Erlebnispädagogik Ausbildung:
Erlebnispädagogik: Wahlmodul Erlebnispädagogik & Spiritualität
Sabine Lang & Team
11.01.19Erlebnispädagogik Ausbildung:
Erlebnispädagogik Prüfung / Zertifizierung
Claudia Althaus, Gregor Rehm, Katharina Lutz
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